friedensklima - Beten für den Frieden

Schön anzusehen ist die Taube auf dem Plakat zur diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade im November. Isobaren – Linien gleichen Luftdrucks – zeichnen über dem in hoffnungsvollem Blau gehaltenen Europa das Bild einer Taube. Statt eines Ölzweigs trägt sie eine Warm- und eine Kaltfront, wird durch sie in Bewegung versetzt.

Bleiben wir im Bild der Wetterkarte, so wissen wir auch, dass die Form der Isobaren alles andere als stabil ist. Im Laufe des Tages verändert sich die Linienführung und der Blick auf die Taube wird anderen Formen weichen.

Das Motto friedensklima lebt von der Mehrdeutigkeit: Ein im sozialen Sinne friedliches Klima wünschen wir uns untereinander. Der Begriff des Klimas nimmt damit unseren Umgang untereinander in den Blick. Zehn Tage friedlich aufeinander zugehen – das kann das Leben in Familien, Straßen, Stadtteilen und Ländern verändern.

Für ein friedensklima im meteorologischen Sinn setzen sich mehr und mehr Menschen ein: Bei den Fridays-for-Future Demonstrationen ebenso wie in Kirche und Politik. Zehn Tage darauf zu achten, dass unser Verhalten nicht die Lebensräume anderer zerstört – das kann unser Umdenken in ein anderes Handeln verwandeln.

Ein friedensklima im theologischen Sinn sehnt sich nach einem umfassenden Frieden für Mensch und Natur, wie Gott ihn verspricht und wofür es sich zu beten lohnt. 

Im Rahmen der Friedensdekade suche ich zehn Menschen, die vom 10.-20. November ihren Alltag täglich für zehn Minuten unterbrechen wollen. Jeden Morgen erhalten sie eine e-Mail mit einem friedensklima-Impuls zum Nachdenken für den Tag. Sie wählen selbst, wann dieser Impuls an ihrem Tag Raum gewinnt und ob Sie an dem Tag ein Gebet für den Frieden sprechen. Am Abend besteht die Möglichkeit, Friedensgedanken auszutauschen – entweder per e-Mail oder bei spontanen Treffen.

Bei Interesse melden Sie sich bitte per e-Mail bei till.schuemmer@ekhn.de. Sie können dafür auch den folgenden Link nutzen: Anmelde-E-Mail

Ich bin gespannt, ob sich in Rödelheim zehn Menschen finden, die sich auf das friedensklima einlassen.

 

Ihr Pfarrer Till Schümmer